Ute Ziemer – Sopran
Andreas Post – Tenor
Christoph Kögel – Bass
Kammerchor der Stiftsbasilika
Stiftschorknaben und -mädchen
Junge Kantorei und Kammerchor Würzburg
Bayerisches Kammerorchester
Andreas Unterguggenberger – Leitung
„Wie strömt dein wogender Gesang / in unsre Herzen ein! wir sehen / der Schöpfung mächtgen Gang, / den Hauch des Herrn auf dem Gewässer wehen, / jetzt durch ein blitzend Wort das erste Licht entstehen / und die Gestirne sich durch ihre Bahnen drehen.“
So heißt der Beginn eines Widmungsgedichts von Christoph Martin Wieland an Joseph Haydn. Der Dichter huldigt dem Komponisten der ’Schöpfung’, jenes Oratoriums, mit dem das Genie Haydn die Händel-Tradition des englischen Oratoriums in die Sprache und die Empfindungswelt der Wiener Klassik führte. Die ’Schöpfung’ ist bis heute der Klassiker unter den Oratorien geblieben. Das Oratorium schildert lautmalerisch die Erschaffung der Welt nach dem Buch Genesis. Haydn war sich der Größe des Stoffes bewusst und wird die Erwartungen, die man an ihn stellte, geahnt haben. Aber es war nicht nur der religiöse Aspekt des Werkes, der ihn unter Druck setzte: Die ’Schöpfung’ sollte außerdem neben den großen Oratorien Händels bestehen können. Haydn arbeitete von Oktober 1796 bis April 1798 mit äußerster Sorgfalt und Gottesfurcht an diesem großen Werk. Später bekannte er einmal: "Nie war ich so fromm als bei der Komposition der ’Schöpfung’. Täglich fiel ich auf die Knie und bat Gott, dass er mich stärke für mein Werk." Am 6. April 1798 war die Komposition vollendet. Die erste öffentliche Aufführung wurde im Wiener Hoftheater am 19. März 1799 gegeben und leitete den weltweiten Siegeszug des Werkes ein.
Die aus Aschaffenburg stammende Sopranistin Ute Ziemer studierte an der Hochschule und am Konservatorium der Stadt Wien sowie bei Ruthilde Boesch und Elisabeth Schwarzkopf. Ute Ziemer wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem: 2001 - 1. Dt. Operettenwettbewerb, 2002 - 1.Preis beim Belcanto-Wettbewerb Bad Wildbad, 2006 1.Preis beim Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb, 2007 Erich-Schenk-Preis der Mozartgemeinde Wien. Ute Ziemer gastierte an der Kammeroper Wien, bei den Werdenberger Schlossfestspielen, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und im Schlosstheater Schönbrunn. Konzertreisen führten sie in die großen Konzertsäle der Welt wie Konzerthaus und Musikverein Wien, Kongress Zürich, KKL Luzern, Gewandhaus Leipzig, nach Rom, Hongkong, die USA und Kanada. Ute Ziemer wirkte außerdem bei mehreren Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten sowie bei CD- und Fernsehproduktionen mit, etwa für den ORF, SWR und den Bayerischen Rundfunk.
Der Tenor Andreas Post studierte bei Soto Papulkas in Essen, wo er sowohl die künstlerische Reifeprüfung als auch das Konzertexamen mit Auszeichnung bestand. 1998 erhielt er beim Bach-Wettbewerb in Leipzig einen zweiten Preis und den Sonderpreis des MDR. Im Konzert und bei zahlreichen Festivals, beispielsweise den Telemannfesttagen in Magdeburg, den Musikfestspielen in Dresden, den Tagen Alter Musik in Regensburg, den Händelfestspielen in Halle oder dem Festival van Flanderen in Brügge arbeitete der als Solist gefragte Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Köln mit renommierten Dirigenten wie Ludger Rémy, Andreas Spering, Jan Willem de Vriend, Jos van Veldhofen, Philippe Herreweghe, Hermann Max, Peter Neumann sowie namhaften Orchestern und Ensembles zusammen.
Christoph Kögel studierte am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg und an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Zu seinen Lehrern zählten Prof. Martin Gründler und Prof. Charles Spencer. Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender und Sena Jurinac schlossen sich an. Seither war er an den Bühnen Osnabrück, Kaiserslautern, Lübeck, Mainz und Darmstadt engagiert. Parallel zu seiner Bühnentätigkeit ist er immer auch als Lied- und Oratoriensänger und in freien Kammeroperproduktionen tätig. Konzertreisen führten ihn nach Belgien, Ungarn, Estland, Lettland, Österreich, Israel und Frankreich.